Richtfest in Lech.

42 neue Personal-Wohnungen für alle, die den Ort am Laufen halten.
Am 14. September 2026 wurde am Stubenbach in Lech gefeiert: Mit dem Richtfest für das neue Personalhaus erreichte eines der ambitioniertesten Bauprojekte der Tiroler Wohnbau in diesem Jahr einen wichtigen Meilenstein. 42 freifinanzierte Personal-Wohnungen entstehen am Standort Stubenbach 270 – für jene Menschen, ohne die Lech nicht funktionieren würde. Die Wohnungen sind zwischen rund 25 und 77 Quadratmetern groß, verteilt auf drei Wohnungstypen, dazu kommen 36 Tiefgaragenplätze. Möbliert werden die Wohnungen von der Gemeinde Lech, die auch als Baurechtsgeberin auftritt. Es ist bereits das zweite Projekt dieser Art am Standort: 2017 hat die Tiroler Wohnbau am Stubenbach 737 schon einmal 18 Mietwohnungen realisiert.

Was dieses Projekt besonders macht, ist das Bautempo: Baubeginn war am 20. April 2026, die Übergabe ist für 27. November 2026 geplant – macht 221 Tage bzw. rund sieben Monate und sieben Tage von der ersten Grabung bis zur schlüsselfertigen Wohnung. Möglich macht das die modulare Holzbauweise: 63 Module wurden in rund sieben Wochen in der Werkhalle vorgefertigt und dann in nur sechs Tagen auf der Baustelle montiert. Der gesamte Holzrohbau – Module und Holzkonstruktion, ohne Fassade – stand nach etwa fünf Wochen.

Insgesamt wurden rund 1.103 Kubikmeter Holz verbaut: 745 m³ Brettsperrholz Fichte für Module und Flurdecken, 145 m³ Brettschichtholz für Dach- und Balkonkonstruktion, 175 m³ Konstruktionsholz und Latten sowie 38 m³ für die Fassade. Zum Vergleich: Diese Menge wächst in Österreichs Wäldern in rund 9 Minuten wieder nach. Das Fichtenholz stammt aus Vorarlberg, dem Allgäu und der Steiermark – kurze Wege, regionale Wertschöpfung.

Eine besondere Herausforderung: Das Projekt besteht eigentlich aus zwei Häusern, also zwei Etappen für die Hauptmontage – bei beengten Platzverhältnissen auf der Baustelle und erschwerten Modultransporten durch parallele Baustellen auf der Strecke Au–Warth–Lech. Rund sechs bis acht Zimmerer waren durchgehend für die Montage vor Ort, insgesamt zwölf Zulieferbetriebe aus dem Bregenzerwald und Vorarlberg fertigten mit rund 30 Personen die Module, auf der Baustelle selbst waren zeitweise bis zu 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz. Besonders erfreulich: Bislang verlief die Bauphase komplett unfallfrei.

Getragen wird das Projekt von einem eingespielten Team: Die Planung liegt bei JK&P – Johannes Kaufmann und Partner Architektur, unter der Leitung von GF BM Johannes Kaufmann. Als Generalunternehmer inklusive Ausführungsplanung fungiert die Kaufmann Zwei GmbH unter GF David Nussbaumer, umgesetzt gemeinsam mit der Kaufmann Zimmerei und Tischlerei, deren Geschäftsführer Matthias Kaufmann traditionsgemäß den Firstspruch hielt. Für die Baumeisterarbeiten zeichnet die Reich Bau GmbH verantwortlich, für den Erdbau die Gebrüder Rüf Bau und Transport GmbH & Co KG.

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